Donnerstag, 25. November 2010

VinziMarkt - einen Lücke im System schließen

VinziMarkt - Lokalaugenschein





Gleich in der Nähe unserer Schule befindet sich eine bekannte soziale Einrichtung, der VinziMarkt. Dort können alle, denen es finanziell nicht gut geht, billig das Notwendigste zum Leben kaufen. Gehört und gelesen habe ich schon davon, aber ich wolle es einmal aus der Nähe betrachten.
Ich interviewte die Leiterin des VinziMarktes . Sie hat mir berichtet, dass bis zu 30 Leute am Tag hier ihre Lebensmittel beziehen. Pro Woche darf man Waren im Wert zwischen 30 und 80 € einkaufen. Jede Person, die unter 850 € im Monat verdient, darf einkaufen, mit einem Lebenspartner dürfen die beidem nicht mehr als 1260 € vom Staat Österreich beziehen, pro Kind noch 10 € mehr. Ich stellte die Frage, ob mehr Leute mit Migrationshintergrund in den VinziMarkt kommen. Sie bejahte diese Frage.
Es gibt zurzeit elf Mitarbeiter im VinziMarkt , drei Mitarbeiter  sind hier angestellt, die anderen acht helfen ehrenamtlich und bekommen Lebensmittel als Entschädigung
Die Lebensmittel, die im VinziMarkt angeboten werden, bekommen sie von Diskontern  wie Hofer, Lidl, Penny Markt, Zielpunkt und Adeg. Die Ware ist meistens schon abgelaufen, aber nicht verschimmelt. Sie ist also noch genießbar, würde aber sonst weggeworfen werden.
Eiaufstrich bleibt meistens wegen der Gefahr des Verderbens im Regal liegen. Das Obst wird von einem Bauern bei Leibnitz geliefert. Das Gemüse kommt von einem Bio-Bauern aus Gratwein. Das Brot ist sogar gratis.
Schnupperlehrlinge sind sehr willkommen, aber selbstverständlich ohne Bezahlung. Man dient immerhin einem guten Zweck.

Michael Frauenfelder

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